AGV-Stillstandzeiten durch Ladevorgänge minimieren – Details, die den Unterschied machen

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Wenn es darum geht, durch Ladevorgänge verursachte Stillstandzeiten von AGVs zu minimieren, ist es sinnvoll, das Energiesystem ganzheitlich zu betrachten. Es gibt mehrere Alternativen, die berücksichtigt werden sollten, doch einige Faktoren sind besonders wichtig. 
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Ladegerätintegration und Ladeverhalten
Einer der ersten Aspekte ist die Frage, wie das Ladegerät mit der Batterie, dem AGV und dem Flottenmanagementsystem verbunden ist. Die Möglichkeit, das Ladegerät über CAN-Kommunikation anzubinden, ist sehr empfehlenswert, da dies die Sicherheit verbessert und eine bessere Leistung sowie eine längere Lebensdauer sowohl der Batterie als auch des Ladegeräts ermöglicht.

Gleichzeitig ist es wichtig zu betrachten, wie sich das Laden in den Betrieb integriert. Ein zentraler Faktor ist das Gelegenheitsladen, bei dem das AGV laden kann, wenn Zeit und Möglichkeit dazu bestehen. Statt ausschließlich auf fest eingeplante Ladezeiten angewiesen zu sein, kann das Fahrzeug laden, sobald ein geeignetes Zeitfenster vorhanden ist.

Dadurch kann das Laden zu einem natürlichen Bestandteil des laufenden Betriebs werden, statt auf bestimmte Stopps begrenzt zu sein.

Auswahl des Ladegeräts und Anforderungen der Flotte
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Wahl des Ladegeräts. Einige Ladegeräte sind heute auf größere Flexibilität ausgelegt, und mit CAN-Kommunikation kann dasselbe Ladegerät für unterschiedliche AGVs, Spannungen und Batterietypen verwendet werden.

Dies ist besonders relevant in Umgebungen, in denen verschiedene AGV-Typen parallel betrieben werden. In solchen Fällen ist die Möglichkeit, eine gemischte Flotte mit derselben Ladelösung zu unterstützen, ein wichtiger Faktor.

Auch die Kapazität des Ladegeräts muss richtig dimensioniert sein. Es muss den Anforderungen der Flotte entsprechen, ohne Einschränkungen im Betrieb zu verursachen.

Batteriedimensionierung und Systemleistung
Die Auswahl der Batterie ist immer mit Abwägungen zwischen Energiedichte, Leistung und Kosten verbunden. Deshalb muss die Batterie auf Basis der jeweiligen Anwendung und aus einer ganzheitlichen Perspektive auf System und Flotte bewertet werden.

Ein wichtiger Aspekt in AGV-Anwendungen ist die Energiedichte. Eine höhere Energiedichte ermöglicht es, dass die Batterie weniger Platz einnimmt und weniger wiegt. Dadurch können kleinere Fahrzeugabmessungen, eine höhere Nutzlastkapazität und positive Effekte auf die Leistung erreicht werden.

Gleichzeitig muss berücksichtigt werden, wie viel nutzbare Energie die Batterie über die Lebensdauer des Systems hinweg liefert. Wenn eine größere Batterie im gleichen Bauraum untergebracht werden kann, wird es möglich, über die Zeit in einem günstigeren Ladezustandsbereich zu arbeiten, was sich deutlich positiv auf die Lebensdauer der Batterie auswirken kann.

Zusätzlich zur Verlängerung der Batterielebensdauer kann eine Batterie mit höherer Kapazität während Zeiten mit hoher Auslastung im Tagesverlauf einen wertvollen Puffer bieten. Sie kann außerdem ermöglichen, das Laden zu geeigneteren Zeitpunkten zu planen, und zu einem robusteren Betrieb beitragen, indem das Risiko verringert wird, dass Fahrzeuge aufgrund eines niedrigen Ladezustands stehen bleiben.

Batteriesysteme mit mehreren Modulen bringen zudem zusätzliche Komplexität mit sich. Die Sicherstellung einer gleichmäßigen Ladungsverteilung zwischen den Modulen kann eine Herausforderung sein, insbesondere wenn sie in Serie oder parallel geschaltet sind. In diesem Zusammenhang kann eine größere Batterie zu einem robusteren System beitragen.

Laden im Betrieb: Unterschiede zwischen AGV und AMR
Schließlich hängt das Ladeverhalten auch davon ab, wie das Fahrzeug im Betrieb eingesetzt wird.

Ein AGV arbeitet in der Regel innerhalb einer festen Struktur mit vordefinierten Aufgaben, während ein AMR mehr Flexibilität bietet und während des Betriebs Entscheidungen treffen kann.

Ein AMR kann zum Beispiel anhalten und Gelegenheitsladen nutzen, wenn es zwischen zwei Aufgaben an einem strategisch platzierten Ladepunkt vorbeikommt. In diesem Fall wird das Laden Teil des Betriebs selbst, wodurch Transferzeiten minimiert und der Bedarf an traditionellen Ladeplätzen oder separaten Laderäumen reduziert wird.

Dies sind einige der wichtigsten Variablen, die berücksichtigt werden sollten, um die Effizienz zu verbessern und ladebedingte Stillstandzeiten zu reduzieren. 

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